Brrr.. gestern war ein Angst-Tag.
Zunächst wollt ich nachmittags mit der Beize starten, dazu musste ich aber erstmal den Herd im taller (sp.: Werkstätte, im CRESEM) zum Laufen bringen. Weil auf diesem Herd allerdings immer auch das Wachs für die Kerzen, die da hergestellt werden, geschmolzen wird, ist er ziemlich.. na sagen wir mal versifft (das trifft's aber, streng genommen, nicht einmal im Ansatz). Simon und ich haben uns erstmal eine zeitlang mit dem Ding herumgespielt, mal den mal den anderen Knopf gedreht und die Herdplatten mit dem Feuerzeug abgefahren, bis es bei Platte 3 auf einer Seite plötzlich eine Stichflamme gab (die andere Seite ist wohl schon zugewachst). Die Flamme hat Simons Feuerzeug voll erwischt und es sah dann auch gleich nicht mehr so wirklich brauchbar aus, aber Simon, der harte Hund, hat's gleich noch mal probiert, wobei wieder eine Stichflamme das Feuerzeug erwischt hat und diesmal gleich das ganze Feuerzeug zu brennen begonnen hat. Dann war er plötzlich nimmer so hart, hat sich hinter einer Säule versteckt und es mir überlassen mit einem Topf das brennende Ding zu ersticken.
Ausdauernd mutig haben wir es dann aber mit einem zweiten Feuerzeug doch noch geschafft die Herdplatte zum Brennen zu bringen ohne dass irgendwo ungewollt Gas ausströmt - hätten wir zumindest gedacht. Denn als ich dann zum warm werdenden Wasser Alaun zugeben wollte hat's wieder eine Stichflamme gegeben und das Feuer war dann im Herd. Darauf hab ich das Gas abgedreht und mich, doch grob verstört, in die sichere Küche zurückgezogen.
Damit aber nicht genug mit Adrenalinstössen. Nachdem ich dann im Laufe des Abends pulsmässig wieder runtergekommen bin (mit Ananasknödeln aus dem restlichen Mohnnudelteig, z.B.) hab ich mich ganz mutig dafür entschieden mal die 10 Minuten zu Fuss heim zum Dispensario zu gehen, anstatt mir ein Trici zu leisten. Grosser Fehler, denn auf dem Heimweg muss ich an zumindest 10 scharfen Wachhunden vorbei, die ja nicht hinter Zäunen versteckt sind, sondern das traute Heim von der Strasse aus bewachen. Und nach meiner Hundenaherfahrung in Canoa bin ich dann doch mit merklich gesteigertem Puls zwischen den keifenden und mir teilweise nachschleichenden Hunden Slalom gelaufen. Und dabei hatte ich eh noch Glück, denn wär ich eine Viertelstunde später losgegangen, dann hätt ich auf unbeleuchteten Strassen gehen müssen, denn 2 Minuten nachdem ich daheim war hat's einen längeren Stromausfall gegeben.
Was lernen wir aus dem Tag?
- Herd nur mit befähigter Person anzünden
- Abends doch lieber Tricis leisten
- Nicht ohne Taschenlampe ausser Haus gehen
2 Kommentare:
heftiger tag :/
wie viel geld hast du dir denn damit gespart?
25 heisse USD cents. in den letzten tagen hab ich (aber psst! sags meiner mama lieber nicht) nochmal den herd fast in brand gesetzt und nochmal unfreiwillig einen nachtspaziergang riskiert - aber seit ich Lukas' steintrick kenne haben die hunde mehr angst vor mir. (steintrick =e rst so tun als würdest was vom strassenrand aufheben und dann wurfbewegung machen).
Aber inzwischen meistere ich den herd (wenn auch nicht die pajas) und werd im falle der tricilosigkeit doch das gästezimmer der zivis in anspruch nehmen.
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