Montag, 4. Juni 2007

Der (arg kurze) Flug des Kondors

Bin wieder da-ha!

Baños war einmal mehr sehr nett, mit angenehm kühl-feuchten Klima, netten Menschen, rapide aufgebesserten Spanischkenntnissen und einem Haufen Salsa.
Angel, der Bruder von Steffis Freund Juan war zwar wahnsinnig intelligent, dass er mich zunächst eingeladen, dann aber bei einer Jungeltour die ziemlich zeitgleich mit meinem Baños-Aufenthalt war zugesagt hat, aber so hab ich eben eine ausgedehnte Tour zu neuen und alten Bekannten gemacht und fad wurde es überhaupt nicht.
Im Gegensatz zu den 3 Wochen die ich ja schon mal in Baños war hab ich's dieses Wochenende schliesslich doch einmal in den dortigen Zoo geschafft und drei der verbleibenden 30 Kondore Ecuadors (und der Welt) gesehen. Dass ihnen, so als fast ausgerotteter Wappenvogel, im Vergleich zu den noch nicht in den zweistelligen Bereich dezimierten Viechern doch halbwegs Respekt entgegengebracht wird, zeigte sich dann daran, dass sie in ihrem Gehege wenigstens zwanzig Meter Gleitflug machen konnten. Eigentlich immer noch ein Irrsinn, für so riesige Tiere. Aber wie gesagt: im Vergleich zu den anderen...
Ein bisschen deprimierend für den Tierfreund ist der Zoo schon. (Zum Beispiel dreht dort die lebende Version von Rilkes Panther seine Runden).
Fotos kann ich leider keine anbieten, weil ich dort völlig spontan gelandet bin, nachdem ich auf dem Weg vom Mittagessen heim und ein bissl planlos war, als ich einer der Lehrerinnen meiner alten Spanischschule und ihrem momentanen Schüler in die Arme gelaufen bin, die gerade auf dem Weg zu einem Aussenkurs in den Zoo waren. Ein bissl schlecht hab ich mich dann schon gefühlt, dass ich quasi während seiner bezahlten Stunden auch mit der Professorin konversiert hab - wobei andererseits der gute Junge als quasi blutiger Anfänger eh ganz froh gewesen zu sein scheint, dass nicht er ständig sprechen muss (bei irren 7 Stunden täglich die der nimmt). Und wenn sprechen, dann mal wieder nur die simplen Standardfragen nach Herkunft, Zweck des Kurses, Beruf usw.. Aber als ich ihm dann am Heimweg einen Satz den er nicht verstand auf Deutsch übersetzt hab (er war Deutscher) und dann noch einen weiteren in Deutsch drangehängt hab, hat man ihm schon die Erleichterung ob all des abfallenden Spanisch-Drucks angemerkt. (bzw. um's mit seinen Worten zu sagen, nachdem ich wieder auf Spanisch gewechselt hab: "Ach.. es war so schön. Deutsch...")

Ja, jetzt bin ich wieder an der Costa. Es ist wie üblich heiss. Meine Englischgruppen schwanken zwischen schlau (die QuiBios) und dämlich (die Decimos) und bis Freitag muss ich die ersten anwendbaren Ergebnisse bei meiner paja-Sache liefern. Das heisst, verwertbare Ergebnisse, vor allem mit Achote, gibt's eh schon, jetzt geht's nur drum die Methode um möglicherweise noch einen Schritt zu vereinfachen. Schau mer mal..

Hört man eigentlich in Österreich was davon, dass die FIFA Spiele auf über 2.500 Höhenmetern verboten hat? Das ist hier in den Andenstaaten grad ein ziemlicher Aufreger. Für spinnerte Rapidfans interessiert sich dafür hier keine Sau (wen wunderts...)

3 Kommentare:

Cat hat gesagt…

nein, ich hab nix fifa-mäßiges
gehört. muss aber zugeben, dass mich dieses thema auch nicht sonderlich interessiert (;

und das mit dem zoo stell ich mir total... meh vor. ich hätt's sicher gar nicht ausgehalten, ich krieg ja in schönbrunn schon teilweise kleine krisen.

grr hat gesagt…

sie sind wahrscheinlich deshalb verärgert, weil die ecuadorianische Nationalmannschaft bisher jedes Heimspiel in Quito gewonnen hat. Aber die Grönländer sind auch arm dran. Die dürfen nicht in die FIFA, weil sie es nicht schaffen, einen Fußballplatz 365 Tage im Jahr eisfrei zu halten. Verkehrte Welt.

Cat hat gesagt…

ich leide an akutem-verena-blog-news-mangel. ^^