Freitag, 4. Mai 2007

Bunt!

Die Färberei nimmt langsam Formen an (Farben annehmen wär noch besser - aber so weit bin ich noch nicht).

Nachdem ich die erste Charge an Palmstroh (paja toquila) auf zwei Methoden gebeizt hab (Alaun bzw. Alaun und Avokadokerne) hab ich vorgestern den ersten Farbsud angesetzt, und zwar mit Mangoblättern - an dieser Stelle herzlichen Dank an meine übermotivierten Eltern die mich mit der Info, dass es damit auch geht, versorgt haben. Mangoblätter gibt es hier, als das Hauptanbaugebiet von Mangos in Ecuador, ja zum Saufüttern. Wahnsinnig wichtige Info: Mangoblätter in 10% wässriger Alkohollösung gekocht riecht wie Diana (dieses Einreibzeug) und macht ein bisschen schummrig, was aber wohl an den Alkoholdämpfen liegt. Und diesen Farbsud lass ich heut, so er denn schön gelb wirkt, auf meine pajas los.
Ausserdem werd ich auch gleich noch einen Sud mit achote ansetzen. Achote ist überhaupt cool. Wer sich noch an die Dschungelbilder erinnert, besonders das, wo ich die roten Linien im Gesicht hab: das waren Achotesamen zerrieben in Wasser. Ansonsten wird es auch zum Färben von Speisen (zB die gestern reichlich misslungenen Corviches) genommen. Und was es mit pajas macht seh ich hoffentlich so ab Montag.

Und ich hab heute die mujeres artisanas vom CAAM getroffen, also die die pajas färben und verarbeiten und mir ein paar Tipps von wegen richtigem Trocknen und vorbereiten der Faser geholt. Jetzt muss ich mir von wegen ausgerollten Stroh wenigstens keine Sorgen mehr machen.

Soweit.. das Wochenende bleibe ich in PC und tu färben, also insofern nichts spannendes zu erwarten.

Keine Kommentare: