Mittwoch, 2. Mai 2007

Ecuador zum Nachkochen (Patacones)

So, neue Serie für die Hobbyköche und -Innen daheim.

Heute machen wir Patacones. Dazu braucht es nur ein paar platanos verdes (in Österreich als die grünen Kochbananen zB am Naschmarkt erhältlich) und viel Fett (wahlweise in Form einer Fritteuse). Die Zubereitung ist einfach und dient ausserdem der Aggressionsbewältigung. Das ganze geht so:

Die platanos werden geschält (wer noch nie mit den Dingern gearbeitet hat, das ist trickreich: am besten erst den Kopf abschneiden, dann seitlich nicht zu tief einritzen und von dem Ritz aus die Schale runterbrechen). Dann werden sie in ca. 3-4 cm hohe Stücke geschnitten. Diese Stücke werden erstmal ein paar Minuten im heissen Fett frittiert, herausgenommen und mit der Schnittfläche auf ein Brett gestellt.
Jetzt kommt der lustige Teil, oder, frei nach Bernhard: "Dann hust infach druf!".
Wirklich.
Man nimmt einen flachen Gegenstand und schlägt mit Motivation auf die frittierten Bananenstücke und wirft sie dann als formschöner runder Fladen nochmal für einige Minuten ins heisse Fett bis sie richtig knusprig werden.
Danach abtupfen, salzen und entweder zu seco de pollo essen (Huhn mit Reis, in Ecuador Synonym für "Hauptmahlzeit" weil was anderes wird so gut wie gar nie zum Mittagessen gegessen), oder mit Ketchup oder mit lustigen Eigenbau-Saucen.
Das ganze geht so übrigens nicht mit normalen Bananen! (die kann man in Scheiben schneiden und ins heisse Fett hauen, dann schmeckts zwar auch ganz toll, heisst aber Maduro und ist weich und süss statt knusprig und salzig) . Wennjemand brav bittet dann mach ich Fotos davon, wenn wir das nächste mal Patacones machen, damit ihr wissts wie's aussehen soll.

Ausserdem: in der Provinz Esmeraldas gibt's einen Ort der allen Ernstes heisst "Aquí me quedo" (Hier bleib ich). Sachen gibt's!

1 Kommentar:

Jester hat gesagt…

Hey,

hm, das müsst doch auch ohne probleme in ner pfanne mit heissem fett gehen, wenn die eh so platt gemacht werden und es spricht auch nichts gegen einfaches pflanzenöl, oder? oder sollt es schon ein spezielles öl sein?

und ja klar, keine unsicherheiten und her mit den bildern!