Donnerstag, 10. Mai 2007

Ecuador zum Nachkochen (Empanadas)

Heut werden wir einen Tick schwieriger als die patacones, dem Fettlevel bleiben wir aber treu. In einem Land voller Parasiten und Keime ist die sterilisierende Wirkung von heissem Fett vielleicht ja auch gar nicht so blöd. Ausserdem ist das heutige Rezept auch ganz ohne ökologisch bedenkliche Importfrüchte möglich.

Empanadas sind in heissem Fett herausgebackene Teigtaschen, traditionell gefüllt mit Käse (fragt nicht: "welchen?". Es gibt in Ecuador nur eine Art Käse. Und der schmeckt prinzipiell nach Gammel), Bananen (die süssen - aber! böse Importfrucht) oder pollo (Huhn, gewürfelt, gewürzt nach Geschmack). In der Deluxe-Version auch manchmal mit Faschiertem. Der Teig ist denkbar einfach in der Zubereitung, nämlich Mehl, Wasser und eine Prise Salz zu einer nicht mehr klebenden Masse verknetet. Daraus rollt man etwa 15 cm im Durchmesser messende Kreise aus, legt in die Mitte sehr wenig der Füllung seiner Wahl, klappt zu einem Halbkreis zusammen und drückt den Rand fest zusammen (übereinanderklappen hilft als Auslaufschutz). Dann wird, wieder einmal, frittiert bis das Ding goldgelb und voll mit dem Frittieröl ist. Guten Appetit!

Wer's ein bisschen gehaltvoller mag kann auch auf die, ausgesprochen unecuadorianische, Zivi-Version ausweichen. Statt nur einer Füllung kann mit einer Mischung von gewürfelten Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Käse, Fisch, Huhn, oder was einem sonst noch einfällt, gearbeitet werden. Tropft dann zwar mehr (und hat sich deshalb wohl bei den Busverkäufern nie durchgesetzt), aber schmeckt besser.

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Und eigentlich wollt ich dieses Wochenende mal wieder nach Baños rauf (weil es auch das letzte ist, dass Steffi noch in Ecuador ist, bevor sie dann einen Monat lang gemeinsam mit Juan Südamerika bereist), aber nachdem die Strasse Ambato-Baños schon seit mehreren Tagen von verärgerten Buscooperativas blockiert ist, wird das wohl nichts. Die Cooperativas zeigen sich nämlich nicht so angetan von der Idee des Ambatoer Bürgermeisters, die Stadt hinkünftig für den Busverkehr nur mehr sehr eingeschränkt zu öffnen. Dadurch hat Heribert schon gestern bei der Heimfahrt einen immensen Umweg auf sich nehmen müssen und mit Bussen ist es dann schlicht zu vergessen (es sei denn, ich will 12 statt 7 Stunden unterwegs sein). Also wohl ein weiteres fin de semana tranquilo in PC.

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