so.
Jetzt bin ich bei Heribert in Pedro Carbo. Die Fahrt hierher war lang, aber beeindruckend. In 7 1/2 Stunden hab ich einen richtigen Querschnitt von Ecuador zu sehen bekommen, mit ärgsten Gegensätzen von Landschaft, Leuten und Leben. Zunächst gings eine kleine Ewigkeit durch beeindruckende Berglandschaften, dieses karge Hochland, das man sich eigentlich nur mit Llama vorstellen kann (ich hab allerdings kein einziges gesehen. Sind wohl grad alle auf Sommerfrische in Peru), durch riesige Nebelfelder (genau so wie in den früheren Computer RPGs, wenn ein nicht-nebeliger Hintergrund zu viel Rechenkapazität gebraucht hätte) dann hinunter an die Küste, flach bis nur wohin, drückend schwül, Reisfelder als schon einziges sehenswertes Landschaftsfeature. Aber viele Vögel: Aasgeier und Kormorane vor allem.
Auch die sozialen Unterschiede waren immens - erst vorbei an Familien die mit fast gar nichts hoch oben in den Bergen leben, dann wieder eingezäunte Oberschichtghettos und wiederrum Viertel in Guayaquil und Umgebung durch die ich Nachts lieber nicht alleine laufen wollen würde (streng genommen noch nicht einmal mit bewaffneter Begleitung).
Der Bus wurde, wohl typisch für ganz Südamerika, in jeder grösseren Stadt von einer Horde Essensverkäufern gestürmt, die zu zehnt innerhalb des schmalen Gangs des Busses lautstark ihre Waren angeboten haben. Und, nach El Triunfo, hat dann ein ausgesprochen zorniger Mann von der Sünde gepredigt. Auch was typisches, die Evangelisierung on the road.
Ja, und jetzt bin ich in Pedro Carbo, das schon eine völlig andere Welt als Baños - welches ja sozusagen das Santropez Ecuadors ist. Das hier ist schon wesentlich mehr so wie ich mir Ecuador vorgestellt habe, nichts mit Touristen-Party-Highlife, dann schon eher Proben für Passionsspiele am Abend. Zwei asphaltierte Strassen im ganzen Ort anstatt Infrastruktur die keine Wünsche offen lässt. Zu den Leuten kann ich nicht viel sagen, wirklich kennengelernt habe ich noch niemanden.
Heute sind wir dann gemeinsam mit Rosa, der Administratorin der Schule, ihrem Neffen und ihrer Schwester (die nicht die Mutter des besagten Neffens ist) nach Guayaquil gefahren. Einmal mehr krassester Gegensatz - wie Heribert ja schon angekündigt hatte kann man in Ecuador so gut wie alles bekommen, was auch in Österreich in den Geschäften zu kaufen ist, man muss nur das ausreichende Kleingeld haben. Dann kann man gross in Malls, Kaufhäusern, Mega-überdrüber-Supermärkten und weiss der Teufel wo einkaufen. Zugegeben, das allerschlimmste ist diese Möglichkeit für mich nicht, weil ich ein grottenschlechter Handler bin, und so bin ich heute nochmal an - im Endeffekt bessere - Jeans (Ohne Strass! Hört ihr? Ohne Strass!!!) gekommen. Die auch nicht wirklich teurer waren als in Pelileo. Aber ja, oft ist es schon sehr offenkundig wie falsch es in dem Land läuft. Und, ihr Golfsnobs daheim: im nächsten Golfclub kostet die Mitgliedschaft Anfangs ein druchschnittliches Jahresgehalt - man gönnt sich ja sonst nix.
Noch ein bisschen was zum Verkehr hier, weil ich so einiges an Auto mitgefahren bin in den letzten 30 Stunden.. Gschissen wird sich nix, Verkehrsregeln werden mehr als Empfehlungen gesehen (oder wie Heribert meinte: bei einem Stoppschild sollt man halt generell weniger als 80 fahren), gehupt wird immer )auch schon um anzuzeigen, dass man jetzt überholen wird) und überhaupt würd jeder rechtstreue österreichische Strassenpolizist einen Nervenzusammenbruch kriegen. Die hiesigen nicht, die verdingen sich halt als uniformierte Raubritter, weil scheinbar (zumindest laut Heri), die einkassierten Strafen sowas wie Teil des Einkommens sind. Wie krank..
Jetzt bin ich bei Heribert in Pedro Carbo. Die Fahrt hierher war lang, aber beeindruckend. In 7 1/2 Stunden hab ich einen richtigen Querschnitt von Ecuador zu sehen bekommen, mit ärgsten Gegensätzen von Landschaft, Leuten und Leben. Zunächst gings eine kleine Ewigkeit durch beeindruckende Berglandschaften, dieses karge Hochland, das man sich eigentlich nur mit Llama vorstellen kann (ich hab allerdings kein einziges gesehen. Sind wohl grad alle auf Sommerfrische in Peru), durch riesige Nebelfelder (genau so wie in den früheren Computer RPGs, wenn ein nicht-nebeliger Hintergrund zu viel Rechenkapazität gebraucht hätte) dann hinunter an die Küste, flach bis nur wohin, drückend schwül, Reisfelder als schon einziges sehenswertes Landschaftsfeature. Aber viele Vögel: Aasgeier und Kormorane vor allem.
Auch die sozialen Unterschiede waren immens - erst vorbei an Familien die mit fast gar nichts hoch oben in den Bergen leben, dann wieder eingezäunte Oberschichtghettos und wiederrum Viertel in Guayaquil und Umgebung durch die ich Nachts lieber nicht alleine laufen wollen würde (streng genommen noch nicht einmal mit bewaffneter Begleitung).
Der Bus wurde, wohl typisch für ganz Südamerika, in jeder grösseren Stadt von einer Horde Essensverkäufern gestürmt, die zu zehnt innerhalb des schmalen Gangs des Busses lautstark ihre Waren angeboten haben. Und, nach El Triunfo, hat dann ein ausgesprochen zorniger Mann von der Sünde gepredigt. Auch was typisches, die Evangelisierung on the road.
Ja, und jetzt bin ich in Pedro Carbo, das schon eine völlig andere Welt als Baños - welches ja sozusagen das Santropez Ecuadors ist. Das hier ist schon wesentlich mehr so wie ich mir Ecuador vorgestellt habe, nichts mit Touristen-Party-Highlife, dann schon eher Proben für Passionsspiele am Abend. Zwei asphaltierte Strassen im ganzen Ort anstatt Infrastruktur die keine Wünsche offen lässt. Zu den Leuten kann ich nicht viel sagen, wirklich kennengelernt habe ich noch niemanden.
Heute sind wir dann gemeinsam mit Rosa, der Administratorin der Schule, ihrem Neffen und ihrer Schwester (die nicht die Mutter des besagten Neffens ist) nach Guayaquil gefahren. Einmal mehr krassester Gegensatz - wie Heribert ja schon angekündigt hatte kann man in Ecuador so gut wie alles bekommen, was auch in Österreich in den Geschäften zu kaufen ist, man muss nur das ausreichende Kleingeld haben. Dann kann man gross in Malls, Kaufhäusern, Mega-überdrüber-Supermärkten und weiss der Teufel wo einkaufen. Zugegeben, das allerschlimmste ist diese Möglichkeit für mich nicht, weil ich ein grottenschlechter Handler bin, und so bin ich heute nochmal an - im Endeffekt bessere - Jeans (Ohne Strass! Hört ihr? Ohne Strass!!!) gekommen. Die auch nicht wirklich teurer waren als in Pelileo. Aber ja, oft ist es schon sehr offenkundig wie falsch es in dem Land läuft. Und, ihr Golfsnobs daheim: im nächsten Golfclub kostet die Mitgliedschaft Anfangs ein druchschnittliches Jahresgehalt - man gönnt sich ja sonst nix.
Noch ein bisschen was zum Verkehr hier, weil ich so einiges an Auto mitgefahren bin in den letzten 30 Stunden.. Gschissen wird sich nix, Verkehrsregeln werden mehr als Empfehlungen gesehen (oder wie Heribert meinte: bei einem Stoppschild sollt man halt generell weniger als 80 fahren), gehupt wird immer )auch schon um anzuzeigen, dass man jetzt überholen wird) und überhaupt würd jeder rechtstreue österreichische Strassenpolizist einen Nervenzusammenbruch kriegen. Die hiesigen nicht, die verdingen sich halt als uniformierte Raubritter, weil scheinbar (zumindest laut Heri), die einkassierten Strafen sowas wie Teil des Einkommens sind. Wie krank..
2 Kommentare:
aufpassen beim autofahren - am besten maximal 50 bei stopptafeln :-))
ich bin ja nur mitfahrer, und als verängstigter europäer hab ich da wohl gar kein mitspracherecht
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