Nachdem noch mein Spanisch zu schlecht ist und Esperanto in naher Zukunft auch hoffnungslos ist also erst mal auf Deutsch.
Also - da bin ich. Noch nicht beraubt (auch wenn ich mich bei der Bustante ein bisschen so gefühlt habe), noch nicht Reisekrank (auch wenn ich mich nach Amsterdam ziemlich so gefühlt habe), noch nicht höhenschwächelnd (auch wenn mein Kaffeemissgriff Kreislaufschwäche bestens simuliert hat) und eigentlich noch gar nicht wirklich da, so geistig. Jedenfalls...
Die Reise her war lang. Um nicht zu sagen unheimlich lang. Zwischen Wien und Quito waren es genau 24 Stunden, davon 6 1/2 allein in Amsterdam die ich damit verbracht habe, mit Tobi, meinem Langzeit e-mail Freund, mit dem ich nun zwar schon seit bald 9 Jahren konferiere aber ihn zuvor noch nie gesehen habe, in Amsterdam Rad zu fahren (hinten am Gepäckträger - die ganze lange mini-Stadttour lang. Aua!), Bier zu trinken und über Sprecher von Tierdokumentationen und die anderen relevanten Dinge des Lebens zu sprechen. Dank des Biers konnt ich dann zwar die ersten vier Stunden des Flugs hervorragend schlafen, danach wurds aber mühsam (siehe Reisekrankheit). Es folgte ein weiterer 40 Minutenstop in der Karibik (der höchste Berg der Niederlande ist auf Saba, in der Karibik. Schon gewusst? Tolles Infovideo von der KLM!), ein Umwegabstecher nach Guayaquil (grösste Stadt Ecuadors, in deren Nähe werd ich ab April sein werde) und endlich, endlich nach besagten 24 Stunden, Quito.
Dort hab ich erst einmal erfolgreich nichts gemacht, oder besser gesagt versucht in diesem Brett von einem Bett gut zu schlafen. Und weil dass dann doch ziemlich gut funktioniert hat, hab ich von der Stadt selbst, ausser einem kleinen Abendessenabstecher der mir schon mal vor Augen gefuehrt hat dass ich den Vegetarismus zugunsten von Huhn einschränken muss, will ich nicht verhungern und/oder jeden vor den Kopf stossen, nichts zu berichten. Vielleicht, dass die Stadt im grunde sogar ganz freundlich wirkt. Bei Sonnenschein jedenfalls. Und wenn selbst in den heimischen Fastfood Einrichtungen Abservierkraft und Sicherheitsmann in Personalunion mit Schlagstock und Puffn herumlaufen - wer will sich da unsicher fühlen?
Heut morgen gings dann, nach einem wilden Kaffeeerlebnis, endlich nach Baños. Zum Kaffee: café con leche ist hier wohl zumindest mancherorts heisse Milch mit Löskaffee - wobei letzterer nach Bedarf selbst dosiert wird und verdammt nach Kakao aussieht. Das ist gefährlich, denn wie Kakao sollte man ihn nicht dosieren. Den Rest kann man sich denken...
Jedenfalls, der Busbahnhof war nicht so erschreckend wie die Raubersgeschichten aus dem Reiseführer glauben machen wollten, zumindest nicht innerhalb des Terminal Bereichs. (wobei die Vorortausläufer durch die wir danach gefahren sind schon ganz anders ausgesehen haben) Der Bus schnell gefunden und günstiger als gedacht (nur nicht effektiv, weil die gute Dame nicht richtig rausgegeben hat und ich dank einem dummen Zahlenmissverständnis zuviel hergegeben hatte). Meine Reisebegleitung war dann ein etwas seltsamer aber ganz netter Israeli, der sich seine unzähligen Reisen mit Mountainbikereparieren finanziert. Und die nächsten drei Monate in einem Naturressourt seines Nachbarns aus Israel mit Weg- und Hängebrücken Reparationen verbringen wird.
Die Berglandschaft: atemberaubend.
Ja, das wars dann soweit. Und ab morgen wird spanisch gelernt! (Hoffentlich.. erstmal muss ich noch die richtige Sprachschule finden. Ist gar nicht so einfach mit den Adressen hier - Hausnummern gibts nicht oder nicht in diesem ordnungsstiftenden Sinn wie man das von Österreich her kennt und die Strassen sind auch nach Belieben mal nicht und mal schon angeschrieben)
Soweit...
(Sorry Mary, only one vote for English so far and I feel a little bit too dizzy and jet-laggy still to produce a decent english text for which I wouldn't feel ashamed once I'm awake again. I'll give a summary, though, next time. ok?)
Sonntag, 4. März 2007
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5 Kommentare:
wenns so ist wie in cuba dann trink café americano - ohne milch, stark und gut.
und wenns so ist wie in brasilien dann lass die finger von cafezinhos - extrem klein, extrem stark, extrem süß, extrem heiß.
Ha, sie is heil angekommen, na dann mal fröhliches spanisch lernen, der nächste kinobesuch wird sicher aufmunternder ;)
aber kommst eh auch mit anderen sprach noch gut durch, oder?
und hey, du könntest ja jetzt quasi n livebericht über dieses jetlag problem machen, immerhin 6 stunden zeitunterschied...
lg
david
na bitte, bis jetzt alles überlebt. nächstes mal berichtest du uns, wie du dein mittagshuhn selbst gejagt hast ;]
freut mich, dass es dir gut geht alles gute mama
Hallo Verena,
Ich bekam deine blogadresse von Ilse..
Holland verfolgt deine abenteur ab jezt atemlos!
Alles gute,
Hans
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